--> Alarmierung

Alarmierung der Feuerwehr




1. Der Disponent in der Einsatzzentrale

Der Disponent in der Leitstelle nimmt den Notruf entgegen und erfasst die Daten des Notrufes am PC.
Nach der Erfassung der Daten ermittelt die PC-Software anhand der so genannten Alarm- und Ausrückeordnung einen Alarmvorschlag. Diesen Alarmvorschlag wird der Disponent in den meisten Fällen so übernehmen und per Mausklick die entsprechenden Alarmschleifen auslösen.

Alarm- und Ausrückeordnung: Jeder Notruf wird einem Alarmstichwort zugeordnet, wie z.B. Kleinbrand (Mülleimer, Containerbrand, ...), Zimmerbrand, Wohnhausbrand, PKW-Brand, Verkehrsunfall, Ölspur, umgestürzter Baum, uvm. In der Alarm- und Ausrückeordnung (AAO) wird nun festgehalten, welche Löschbezirke mit welchen Fahrzeugen für ein bestimmtes Alarmstichwort erforderlich sind. Dies wird für jeden Ortsteil separat erfasst.
Die AAO wird im PC der Haupteinsatzzentrale hinterlegt. Beim Erfassen eines Einsatzes greift die Software auf den Einsatzort, das Alarmstichwort und die Tageszeit zurück und ermittelt so den entsprechenden Alarmierungsvorschlag.

Alarmschleifen: In der Gemeinde Perl können die Löschbezirke per Meldeempfänger und falls erforderlich auch per Sirene alarmiert werden. Viele Feuerwehrleute haben einen Meldeempfänger für die stille Alarmierung von der Gemeinde zur Verfügung gestellt bekommen. Im Einsatzfalle werden diese durch die Haupteinsatzzentrale über Funk ausgelöst. Damit jedoch nur die richtigen Melder den Alarm signalisieren hat jeder Melder eine oder mehrere Alarmschleifen programmiert. Die Alarmschleife ist eine 5-stellige Zahlenkombination, z.B. 23564. Für jeden Löschbezirk existieren separate Alarmschleifen. Bei größeren Löschbezirken bzw. bei Löschbezirken mit Spezialgeräten können auch mehrere Alarmschleifen existieren, damit nicht immer die gesamte Mannschaft alarmiert werden muss.


2. Die Einsatzkräfte

Die Einsatzkräfte ahnen bis zum Auslösen des Meldeempfängers bzw. dem Anlaufen der Sirene noch nichts. Sie sind gerade zu Hause, auf der Arbeit, beim Einkaufen, ...
Plötzlich kommt der Alarm. Die Feuerwehrmänner und -frauen eilen schnellstmöglich ins Feuerwehrgerätehaus. Der Erste meldet sich zuerst über Funk bei der Einsatzzentrale. Diese teilt dann das Alarmstichwort und den Einsatzort mit. Erst jetzt weiß die Einsatzzentrale, dass die Alarmierung erfolgreich war.
Die anderen Einsatzkräfte ziehen sich um und besetzen die Fahrzeuge.

Je nach Alarmstichwort befielt der Gruppenführer (als Verantwortlicher für das Fahrzeug und die Mannschaft) die Nutzung von Sonder- und Wegerechten für den Anfahrtsweg.



3. Eintreffen an der Einsatzstelle

Zirka sechs bis zehn Minuten je nach Anfahrtswegen, Tageszeit und Straßenverkehr treffen die ersten Einsatzkräfte an der Einsatzstelle ein. An der Einsatzstelle eingetroffen, ermittelt der Gruppenführer eine erste Lage und formuliert hieraus einen ersten Einsatzbefehl an seine Mannschaft.